| Juarez gilt als die gefährlichste Stadt der Welt. Morde, Entführungen und Bandenkriege machen den Menschen das Leben zur Hölle. Hinzu kommt noch die erbarmungslose Armut. Am meisten leiden die Kinder!
 | Für nur 20 Euro können wir ein Kind einen ganzen Monat lang jeden Tag mit nahrhaften Mahlzeiten versorgen.
|  | 30 Euro kostet es uns, für alle 120 Kinder eine warme Mahlzeit zuzubereiten.
|  | 45 Euro versorgen ein Kind eine Woche lang mit allem, was es braucht: Essen, Unterkunft, Medizin, Schulbildung und eine liebevolle Erziehung! |
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Bonn, den 26.01.2012
Liebe Freundin, lieber Freund von Gebende Hände,
für Ihre wertvolle Unterstützung im vergangenen Jahr danke ich Ihnen herzlich. Ich bin sehr stolz darauf, Sie zu unseren Freunden zählen zu dürfen und hoffe, dass wir auch 2012 in Ihrem Namen viel Gutes tun können.
Beim Stichwort „Gutes“ möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf unser Waisenhaus Emmanuel in Juarez, Mexiko, lenken. Juarez gilt als die gefährlichste Stadt der Welt. Morde, Entführungen und Bandenkriege machen den Menschen das Leben zur Hölle. Hinzu kommt noch die erbarmungslose Armut.
Am meisten leiden die Kinder unter der doppelten Bedrohung von brutaler Gewalt und täglicher Entbehrung. Sie leben in ständiger Angst und haben keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Für diese schutzlosen Mädchen und Jungen gibt es seit vielen Jahren eine „Insel der Geborgenheit”. In unserem Kinderheim Emmanuel haben wir für 120 Kinder ein liebevolles Zuhause mit einem angeschlossenen Kindergarten, einer Schule und einer kleinen Klinik aufgebaut.
Viele „unserer” Kinder sind Waisen. Andere werden von ihren verzweifelten Eltern gebracht, die ihre Kleinen vor Gefahr bewahren wollen, ihnen aber keinen Schutz vor der Gewalt um sie herum geben können.
Mit Gottes Hilfe und der Unterstützung gütiger Menschen geben wir den oft verstörten Kinderseelen nicht nur zu essen und ein Bett, sondern vor allem die Sicherheit und Fürsorge, die sie so dringend brauchen.

Zu den Kindern, die bei uns ihre Kindheit wiedergefunden haben, gehört die 12-jährige Itzayana. Das Waisenkind lebte als älteste von sechs Geschwistern in einem Verschlag in den Slums von Juarez. Tagaus, tagein versuchte sie verzweifelt, für ihre jüngeren Geschwister etwas zu essen aufzutreiben. Sie war mutlos und ohne Hoffnung, als unsere Kinderheimleiterin Betel Lopez sie fand. Bei einer guten Mahlzeit im Heim flehte Itzayana unter Tränen, mit ihren kleinen Schwestern und Brüdern bleiben zu dürfen.
Sie durften bleiben – trotz unserer sehr knappen Mittel.
Die Versorgung der Kinder ist extrem schwierig. Das Geld für Essen, für die Unterbringung, für die medizinische Versorgung und sämtliche Schulmaterialien muss aufgebracht werden.
Das ist ein täglicher Kampf. Doch andererseits ist es erstaunlich, mit wie wenig Geld wir den Kindern so viel Gutes tun können. Für nur 20 Euro können wir ein Kind einen ganzen Monat lang jeden Tag mit nahrhaften Mahlzeiten versorgen. 30 Euro kostet es uns, für alle 120 Kinder eine warme Mahlzeit zuzubereiten. 45 Euro versorgen ein Kind eine Woche lang mit allem, was es braucht: Essen, Unterkunft, Medizin, Schulbildung und eine liebevolle Erziehung!
Ich wünsche Ihnen für das begonnene Jahr alles Gute und verbleibe mit herzlichen Grüßen,
Ihr
Prof. Dr. theol. Thomas Schirrmacher
Vorsitzender von Gebende Hände

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