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Philippinen: Unwetter fordern mehr als 630 Tote

 
Meldung vom 12.10.2009

Immer mehr Todesopfer fordern die nicht enden wollenden Unwetter und Naturkatastrophen auf den Philippinen. Es gibt immer noch viele Gebiete, in die noch keine Rettungsdienste vordringen konnten. Eine positive Nachricht wurde aus der Provinz Benguet gemeldet: Helfer konnten dort sechs Überlebende aus dem Schlamm ziehen.

Nach neuen schweren Unwettern auf den Philippinen beläuft sich die Gesamtzahl der Todesopfer auf mehr als 630. Allein der jüngste Taifun „Parma“ kostete fast 300 Menschen das Leben. Wie viele Leichen noch unter Geröll und Schlammlawinen verschüttet sind, ist ungewiss: Viele Gebiete waren nach der zweiwöchigen Katastrophenserie weiterhin von jeglicher Hilfe von außen abgeschnitten.

In La Trinidad, wo ein Erdrutsch Dutzende Häuser weggerissen hat, machte sich Bürgermeister Artemio Galwan wenig Hoffnung auf weitere Wunder. Er bestellte mehr Leichensäcke und Särge. Sein Rettungsteam barg nur Leichen. „Es ist gut, dass die Sonne herausgekommen ist“, sagte er. „Die Helfer konnten zu mehr Häusern vordringen, die teils völlig unter dem Schlamm begraben waren.“ Abrutschende Hänge hatten das Dorf Little Kibungan bei La Trinidad fast völlig in Schutt und Trümmern gelegt.

Die Straßen nach Baguio auf der im Norden gelegenen Insel Luzon sind immer noch völlig überflutet. Brücken wurden einfach weggerissen. Dicke Stämme blockierten manche Straßen, da Bäume nach dem Dauerregen im nassen Boden keinen Halt mehr hatten, entwurzelt wurden und umfielen.

Die Rettungsdienste ließen aus tief fliegenden Helikoptern Hilfspakete für die Bevölkerung fallen. Das Fernsehen zeigte hunderte Menschen, die durch hüfttiefes Wasser waten mussten, um ihr Hab und Gut mühsam zu bergen. „Das wichtigste ist, die Straßen freizubekommen, um Hilfstransporte auf den Weg zu bringen“, meinte Verteidigungsminister Gilberto Teodoro. Die Menschen haben nur noch das, was sie auf dem Leibe tragen.

In den abgeschnittenen Provinzen geht das Benzin aus. In der Stadt Naguilan hatten sich hunderte Menschen barfuß kilometerweit auf den Weg gemacht, um Nahrungsmittel einzukaufen. „Wir hatten nichts mehr zu essen, auch kein Benzin, deshalb sind wir auf gut Glück losgegangen“, berichtete Alfredo Napigan, der mit seiner Frau, seiner Tochter und Enkelin unterwegs war. Napigan klagte, das Haus seines Sohnes sei zerstört, Kinder und vier Enkel hätten bei ihm Unterschlupf gesucht. Sein Haus sei aber auch zur Hälfte eingefallen. In der nahe gelegenen Ortschaft Caba war eine Frau damit beschäftigt, das Grab ihres Vaters zu säubern. „Selbst unsere Toten sind vor der Zerstörung nicht sicher“, erklärte sie.

In der Provinz La Union standen an den Straßen von Schlamm bedeckte Autos, Kühlschränke und Möbel. Die Menschen nutzten den ersten trockenen Tag, um mit Bergungsarbeiten und Aufräumen zu beginnen. „Keine Ahnung, wie wir uns davon je erholen sollen“, sagt Charlie Pajarito, der seinem Großvater in Villasis zur Hand ging und ein paar Säcke Reis von seiner überschwemmten Farm ins Trockene brachte.

In den vergangenen zwei Wochen sind mehr als vier Millionen Menschen auf den Philippinen durch Unwetterkatastrophen geschädigt worden. Viele saßen lange unter menschenunwürdigen Umständen in ihren Häusern und Dörfern fest. Fast 300.000 mussten in Notunterkünften unterkommen. Die Gesundheitsbehörden rechnen mit einem Ausbruch von Krankheiten in den beengten Flüchtlingslagern.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Über 630 Todesopfer auf den Philippinen




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Welt Online“, welt.de

Schlagwörter: Philippinen, Taifun, Unwetter, Verwüstung, Erdbeben, Schlammlawine, Trümmer, Epizentrum, Erdrutsch, Häuser-Ruinen, Schlamm, Tote, Flüchtlingslager, Hilfspakete