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Philippinen: Mit Kunst den Smog über Manila bekämpfen

Meldung vom 24.08.2012

Kaum zu glauben: Die neuen Kunstwerke entlang der Stadtautobahn EDSA in Manila haben den Effekt, die Luft zu verbessern? Der Straßenhändler Mon Garido grinst nur. „Das glaube ich nicht. Warum ist die Luft dann immer noch so schlecht?“ Er lacht und händigt seinem Kunden das Wechselgeld für die gekauften Süßigkeiten aus. Nach Jahren auf der Straße wird Garido immer wieder von Asthma geplagt. „Es muss an der Luft liegen.“

Millionen von Filipinos haben wie Garido mit Atemwegs- und Herzkreislaufbeschwerden zu kämpfen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sterben daran pro Tag beinahe 500 Menschen. Ein Grund ist die verunreinigte Luft. In der Hauptstadt Manila ist sie besonders schlecht. Der philippinische Farbenhersteller Pacific Paint Boysen Philippines will die Schadstoffe nun neutralisieren – mit speziellen Farbanstrichen.

Die Firma brachte „Knoxout“ auf den Markt, eine Farbe mit ultrakleinen Titaniumdioxid-Kristallen. Diese reagieren mit Sonnenlicht und Wasserdampf und spalten dadurch Stickstoffoxide (NOx) auf. NOx ist ein Luftschadstoff und hat einen großen Anteil an der Smogglocke über der Stadt. „Angeregt durch die Lichtenergie gibt das Titaniumoxid ein Elektron an die Wasserdampfmoleküle ab“, berichtet Boysen-Vizepräsident Johnson Ongking. „Diese werden dann zu freien Radikalen, die Schadstoffe angreifen und in harmlose Substanzen umwandeln.“

Die EDSA-Autobahn umfasst Manila in einer 24 Kilometer langen Schleife. Boysen habe mehreren Künstlern die Aufgabe erteilt, Wände entlang der Autobahn mit der Knoxout-Farbe zu bemalen, erklärt Ongking. Damit wolle man für bessere Luftqualität sorgen. Jedes der acht geplanten Gemälde solle eine Fläche von 1.000 Quadratmeter ausfüllen. ESDA sei die am meisten befahrene Autobahn in Manila, dort werde diese neue Technologie den wichtigsten Dienst tun. Mehr als zwei Millionen Autos fahren jeden Tag auf der EDSA. Ihre Abgase machen nach Informationen der Umweltbehörde 70 Prozent der Luftverschmutzung in Manila aus.

Die Knoxout-Farbe filtert etwa 20 Prozent Stickstoffoxid aus ihrer Umgebungsluft, weiß James Simpas von dem privaten Forschungsinstitut The Manila Observatory. Ein zwölf Monate dauernder Test belegte dieses Resultat. Am wirksamsten sei die Farbe nach sieben Monaten gewesen, sagt Simpas. Etwa fünf Jahre soll die Wirkung von Knoxout halten, behaupten die Forscher.

Ein Quadratmeter Knoxout säubere die Luft von Stickstoffoxid in gleichem Maße wie ein großer Baum. Das bewies ein US-Labor, teilt Ongking mit. „Wenn man mit Knoxout malt, malt man Bäume.“ Auch die Boysen-Fabrik in Manila hat sich schon einen schönen neuen, bunten Anstrich geleistet. Die Firma hofft, dass die Filipinos von ihrem Produkt überzeugt sein werden. „Man reinigt nicht nur seine eigene Luft, sondern auch die von allen anderen“.

Knoxout ist in den Philippinen seit 2010 auf dem Markt und ist auch in anderen asiatischen Staaten sowie in Deutschland und Frankreich bereits in Gebrauch. Trotz des etwa vier Mal so hohen Preises gegenüber normalen Farben wachsen die Verkaufszahlen, so Boysen. „Man kauft eigentlich einen Luftfilter“, wirbt Ongking für sein Produkt.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Stuttgarter Zeitung“, stuttgarter-zeitung.de

Schlagwörter: Philippinen, Farbe, Knoxout, Smog, Manila, Luft, Luftqualität, Stickstoff, Baum, Farbanstrich, Atemwege, Asthma, Luftverschmutzung, Autos, Abgase, Klima, Schadstoffe, Autobahn, Kunst, Verkehr, Stickstoffoxid