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Philippinen: 5.600 Tote und Wassermangel

Meldung vom 03.12.2013

Gut drei Wochen nach der Taifunkatastrophe auf den Philippinen muss die Zahl der Opfer weiter nach oben korrigiert werden. Mindestens 5.632 Menschen sind gestorben, 1.759 gelten noch als vermisst, meldete die Behörde für Katastrophenschutz. Bei dem Wegräumen von Schutt und Trümmern werden immer noch Leichen entdeckt. Weiterhin sind vier Millionen Menschen von externer Hilfe abhängig.

Ein großes Problem ist die Trinkwasserversorgung. Als der Sturm abzog, kam der Durst: Der verheerende Taifun auf den Philippinen hat nicht nur Tod und Obdachlosigkeit bewirkt, sondern auch die Trinkwasserversorgung vernichtet.

Per Hubschrauber und Flugzeug wird Wasser in die Katastrophengebiete geschafft. Wie Bomben werden die Plastikwasserflaschen abgeworfen. Im Sturzflug legen die Wasserflaschen noch an Geschwindigkeit zu. Viele befürchten, dass sie beim Aufprall auf den Boden alle mit einem dumpfen Knall zerplatzen.

Die Notleidenden sind in einem Dilemma: Hinstürmen oder in Deckung gehen? – Instinktiv halten Erwachsene ihre Kinder zurück, wollen sie davor schützen, von der Hilfsfracht verletzt zu werden, die doch dringlich erwartet wurde. Es sind Bomben der Hoffnung, die da herunterfallen, ihr Inhalt ist klar und rein.

Das Trinkwasser kommt spät, der Einsatz wurde knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Taifun geflogen. Erst dann kam das Wasser, das die Überlebenden gefahrlos trinken können.

Die Menschen sind entkräftet, gerade der Sturmflut mit dem nackten Leben entkommen, finden sie nirgends einen Tropfen sauberes Trinkwasser. Und es ist völlig ungewiss, was in den Pfützen und Tümpeln an Bakterien lauert.

Haiyan hat vielen den Zugang zu sauberem Wasser geraubt, Leitungen sind kaputt, in unterirdischen Brunnen vermehren sich Keime. Es wird Monate dauern, bis die Ver­sorgungsanlagen wieder instand gesetzt sind. Internationale Hilfs­orga­ni­sa­tionen arbeiten in Höchstgeschwindigkeit, um Wasseraufberei­tungs­an­lagen einzurichten, doch die Zahl ist begrenzt. In der massiv betroffenen Stadt Tacloban wird beobachtet, dass die Menschen stundenlang Schlange stehen, um ein paar Flaschen mit Trinkwasser zu ergattern.

Dort, wo Helikopter Wasser und Hilfs-Pakete abwerfen, ballen sich die Menschen in Windeseile zusammen, um das Nötigste zu sichern. Keiner weiß, wann der fliegende Engel wiederkommt. Und ob er überhaupt noch einmal vorbeifliegt.




Quelle: „Tiroler Tageszeitung“, www.tt.com

Schlagwörter: Philippinen, Haiyan, Taifun, Opfer, Tote, Trinkwasser, Wassermangel, Wasserflaschen, Hubschrauber, Bakterien, Keime, Trinkwasseraufbereitung, Wasseraufbereitungsanlagen, Wasserleitungen, Grundwasser, verseucht, Durst