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Philippinen: Lösegeldforderung für entführte Rotkreuzmitarbeiter

Meldung vom 22.01.2009

Von den entführten Rotkreuzmitarbeitern auf den Philippinen liegen inzwischen Lebenszeichen vor. Die drei Mitarbeiter meldeten sich und übermittelten eine erste konkrete Forderung ihrer Entführer. Das erklärte Richard Gordon, der Vorsitzende der philippinischen Rotkreuzgesellschaft.

Das philippinische Militär ist davon überzeugt, dass die Mitarbeiter von Rebellen der muslimischen Terrororganisation Abu Sayyaf verschleppt worden sind. „Die Entführer verlangten, dass die Fahndung abgeblasen wird“, berichtete Gordon. Die Geiseln hätten erklärt, dass ihnen kein Schaden zugefügt wurde und dass sie nicht misshandelt werden.

Der Schweizer Andreas Notter, der Italiener Eugenio Vagni und die Philippinin Mary Jean Lacaba waren vor wenigen Tagen auf der Insel Jolo rund 1.000 Kilometer südlich von Manila verschleppt worden. Die Terrororganisation Abu Sayyaf ist bekannt für spektakuläre Entführungen und Lösegeldforderungen. Schon im Jahr 2000 wurde von dieser Organisation eine deutsche Familie entführt. Die Familie wurde erst nach Wochen im Dschungel von Jolo wieder auf freien Fuß gesetzt.

Muslimische Separatisten widersetzen sich in der Region seit Jahren der Staatsgewalt. Seit Monaten schon wird dort eine umfangreiche Militäroffensive durchgeführt. Bei dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist nach Angaben ihres Chefs Jean-Daniel Tauxe zunächst keine Lösegeldforderung eingegangen. Aus Militärkreisen wurde verlautet, die Rebellen stellten eine Forderung von mindestens fünf Millionen US-Dollar.

Offiziell besteht zum Schutz der Geiseln eine Nachrichtensperre über diesem Fall. „Wir tun alles, um herauszufinden, ob die Berichte stimmen, und wir haben verschiedene Kontakte“, sagte Tauxe. „Uns geht es um die sichere und bedingungslose Rückkehr unserer Kollegen.“

Verteidigungsminister Gilberto Teodoro sprach sich gegen Lösegeldverhandlungen aus. „Wir müssen uns ein für alle Mal strikt dagegen stellen – als Lektion für alle, die solche Aktivitäten (wie Entführungen) ins Auge fassen.“ Er rief die Einwohner von Jolo dazu auf, die Suche nach den Geiseln zu unterstützen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Financial Times“, ftd.de