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Philippinen: Entführte Deutsche senden ein SOS über Radio

Meldung vom 02.10.2014

Die von Extremisten auf den Philippinen verschleppten deutschen Segler haben öffentlich ein flehentliches SOS ausgesandt. Sie bangen um ihr Leben. Die Entführer geben nicht nach: Lösegeld oder Enthauptung, unterstreichen sie erneut ihre Forderung.

Zwei deutsche Geiseln in Todesgefahr auf den Philippinen haben über Radio um Hilfe gebeten. Ihre Geiselnehmer von der Terror-Organisation Abu Sayyaf riefen am Montag (29.09.2014) bei dem Sender DXRZ in Zamboanga City im muslimischen Süden des Landes an und ließen die beiden ihre Botschaft aufsagen.

„Wir appellieren an die deutsche und die philippinische Regierung, alles in ihrer Macht stehende zu tun. Wir sind in einer schwierigen Lage“, vermittelte die 55-jährige Frau. Ihr Begleiter bezeugte: „Ich fürchte um mein Leben.“ Der 74-Jährige teilte mit, er sei Arzt. Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab einberufen. Einzelheiten will das Amt nicht weitergeben.

Das philippinische Militär hatte am Wochenende aus Sorge über die Ausbreitung der in Syrien und im Irak aktiven Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) mehrere tausend zusätzliche Truppen in den Süden geschickt. Die Suche nach den deutschen Geiseln sei in vollem Gange, versprachen die Sicherheitskräfte. Man nimmt an, dass sich die Miliz in der Provinz Sulu aufhält, einer Hochburg der Separatisten.

Ein Sprecher von Abu Sayyaf unterstrich nochmals eine vergangene Woche per Video ausgestrahlte Drohung, dass eine der beiden Geiseln geköpft werde, wenn bis zum 10. Oktober nicht umgerechnet vier Millionen Euro Lösegeld ausgehändigt würden. Deutschland müsse zudem davon ablassen, den Kampf gegen die IS-Terrormiliz zu fördern, sagte der Sprecher, der sich Abu Ramin nannte, dem Sender. „Wenn die Forderungen nicht erfüllt werden, werden wir über das Schicksal der beiden Geiseln entscheiden“, warnte er.

„Die Situation hier ist sehr stressig“, gab die Frau im Radiosender zu. „Wir wissen nicht, wie lange wir das durchhalten. Der Dschungel ist sehr gefährlich.“ Der Mann fügte hinzu, er sei krank. Sie hätten seit ihrer Gefangennahme auf feuchten Böden gelegen.




Quelle: „Web.de“, www.web.de

Schlagwörter: Philippinen, Geiseln, deutsche Geiseln, Radio, SOS, Abu Sayyaf, Terror, Terror-Miliz, Sulu, Auswärtiges Amt, Krisenstab, Lösegeld, Islamischer Staat, IS, Enthauptung