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Afghanistan: Sinnlose Hilfe – US-Transportflugzeuge werden verschrottet

Meldung vom 14.10.2014

In Afghanistan werden amerikanische Transportflugzeuge abgewrackt. Vor fünf Jahren haben die USA der afghanischen Armee die Maschinen im Wert von fast einer halben Milliarde Dollar geschenkt. Nun werden die Flugzeuge zu Schrott verarbeitet und die Reste für Centbeträge veräußert. Wie konnte das passieren?

Dies ist eines der skurrilen Dinge, die der ISAF in Afghanistan oft das Leben schwer gemacht haben. Die Geschichte begann damit, dass die USA 2009 den Afghanen 20 Transportflugzeuge vom Typ C-27A schenkten, im Gesamtwert von 486 Millionen Dollar. Dahinter stand der Gedanke, dass man die afghanischen Truppen nach dem Abzug der ISAF auch weiterhin schnell durch das ganzen Land transportieren könnte, dorthin, wo gerade Gefahrenzonen entstehen. Jetzt ist der größte Teil der Maschinen abgewrackt und der Schrott für sechs Cent pro Pfund abgegeben worden – Der Gesamterlös beträgt 32.000 Dollar.

Schon seit mehr als einem Jahr wurden die Flieger nicht mehr bewegt. Die Afghanen waren nicht in der Lage, die Ersatzteilversorgung in die Wege zu leiten oder einen routinierten Flugbetrieb einzurichten. Wie so oft in Afghanistan ballten sich Korruption und bürokratisches Chaos zu einem unüberwindbaren Hindernis zusammen. Die USA legten das gesamte Projekt auf Eis. Doch statt sich wenigstens zu bemühen, die Flugzeuge weiterzuverkaufen, wurden 16 der 20 Maschinen an die staatliche amerikanische „Defense Logistics Agency“ abgetreten, die sie prompt abwracken ließ.

Der US-Sonderermittler John F. Sopko versteht das nicht. Sopko ist der „Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction“, kurz SIGAR. Er bekleidet in ungefähr das Amt eines Chefs des Rechnungshofes für die Afghanistan-Hilfe der USA. Er hat schon diverse Fälle von Geldverschwendung bei den insgesamt 104 Milliarden Dollar umfassenden Hilfszahlungen an den Hindukusch ans Licht gebracht.

In einem Schreiben an die zuständige Staatssekretärin verlangt Sopko nun Aufklärung darüber, ob die Verschrottung der Transportflugzeuge wirklich notwendig war. „Ich mache mir Sorgen, dass die für Planung und Durchführung der Verschrottung verantwortlichen Beamten keine möglichen Alternativen geprüft haben, um etwas vom Geld der Steuerzahler zu retten“, kritisiert Sopko.

Erst im Juli 2014 hatte Sopkos Behörde einen neuen Plan der US-Regierung angezweifelt. Denn Washington trägt sich mit dem Gedanken, wieder Transportflugzeuge, diesmal vom Typ C-130 Hercules, an die Afghanen weiterzugeben. Es gebe kaum Hoffnung, dass das Projekt diesmal besser ablaufen könnte, ließ Sopko durchblicken.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ARD-Nachrichten online“, ard.de

Schlagwörter: Afghanistan, Transportflugzeuge, abgewrackt, verschrottet, Schrott, USA, Geschenk, ISAF, Korruption, Bürokratie, Verschwendung, afghanische Armee, Abzug, Ersatzteilversorgung, Hilfszahlungen