Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Philippinen: Rückerstattung der Marcos-Gelder über 1,8 Milliarden Dollar

Meldung vom 05.03.2009

Die Philippinen haben Gelder zurück erhalten, die der ehemalige Diktator Ferdinand Marcos ins Ausland beiseite gebracht hat. Die Schweiz hatte den Philippinen 1998 rund 683 Millionen Dollar zurückerstattet. Der Erfolg bei der Rückforderung von Geldern solle auch die Kritik an der philippinischen Kommission für gute Regierungsführung zum schweigen bringen, erklärte Kommissionsmitglied Narciso Nario. Die Opposition hatte der Kommission vorgeworfen, uneffektiv zu arbeiten und deren Abschaffung gefordert.

Nach dem Sturz des Diktators war die Kommission 1986 gegründet worden, um die Marcos-Gelder in die Philippinen zurückzutransferieren. „Seit der Gründung der Kommission haben wir 90 Mrd. Pesos (1,8 Mrd. Dollar) in Bar sowie in Grundstücken und Häusern zurückerhalten, die zu den von Marcos angehäuften Geldern gehören“, gab Nario an.

Der philippinische Diktator Ferdinand Marcos hatte sich von 1965 bis zu seinem Sturz 1986 um ein Vermögen zwischen 5 und 10 Mrd. Dollar bereichert. Er hatte dieses auf Konten in den USA, in der Schweiz und in Liechtenstein auf die Seite geschafft. Nach seiner Flucht lebte Marcos auf Hawaii, wo er 1986 starb.

Die Schweiz hatte 1986 das Marcos-Vermögen in Höhe von 683 Millionen Dollar zurückgehalten. Der größte Teil der Gelder wurde schließlich doch 1998 an die Behörden in Manila ausgezahlt. Diese hatten sich im Gegenzug dazu verpflichtet, die Gelder für die Durchführung von Agrarreformen zu investieren.

Im vergangenen Dezember entschied das Bundesstrafgericht in der Schweiz, dass die Überweisung von weiteren sechs Millionen Schweizer Franken eines dem Marcos-Clan nahestehenden Ehepaars veranlasst werden solle. Das Geld war 1986 auf einem Firmenkonto bei einer Zürcher Bank blockiert worden. Im Januar 2009 lehnte das Bundesgericht einen Einspruch gegen die Überweisung dieser letzten Marcos-Gelder ab.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Basler Zeitung“, bazonline.ch