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Philippinen: Alle fiebern dem Papst entgegen

 
Meldung vom 13.01.2015

Millionen von Souvenirs zeigen immer nur den einen: Papst Franziskus einmal fröhlich, einmal ernst und betend, dann winkend. „Viva Santo Papa“ – „es lebe der Heilige Vater“ – kann man auf diversen Tassen und Tellern lesen. Und „Mabuhay“ – das bedeutet „Willkommen“ in der philippinischen Amtssprache Tagalog. „Wir Philippiner lieben den Papst“, bestätigt Ernie Leang, Vater von fünf Kindern. „Klar sind wir alle aufgeregt.“

Leang unterhält vor der Quiapo-Kirche in Manila einen Stand mit Papst-Andenken. Die Leute reißen sich derzeit um Schlüsselanhänger, T-Shirts, Kalender, Armbänder, Anstecknadeln und Fächer. „Seit Anfang des Jahres läuft das Geschäft super, jeder will Franziskus-Souvenirs haben“, freut er sich. Leang kennt sich in dem Geschäft seit Langem aus.

Er hat hier schon vor 20 Jahren Papstandenken angeboten. Damals stattete Papst Johannes Paul dem Inselstaat einen Besuch ab und erlebte den warmherzigen Empfang der Philippiner. Gut 80 der 100 Millionen Philippiner gehören der katholischen Kirche an, und die Kirche meldet sich sowohl gesellschaftlich wie auch politisch zu Wort. Allerdings bringen immer mehr Menschen der kompromisslosen Haltung der Kirche etwa bei Scheidung und Empfängnisverhütung Skepsis entgegen. Der Vatikan reagierte auf die Treue seiner katholischen Hochburg in Asien mit vier Papstbesuchen seit 1970.

Papst Franziskus bereist vom 13. bis 15. Januar zunächst Sri Lanka. Viele der 1,2 Millionen Katholiken dort wollen erleben, wenn er den Missionar Joseph Vaz heiligspricht. Im Park Galle Face Green wurde direkt am Meer eigens eine bunte Bühne dafür errichtet. Die Begrüßung des Pontifex wird eine der ersten Amtshandlungen von Maithripala Sirisena, der bei der Wahl am Freitag überraschend den langjährigen Amtsinhaber Mahinda Rajapaksa übertrumpfte.

In der philippinischen Hauptstadt Manila hängen schon an allen Strommasten und Straßenlaternen bunte Wimpel, Straßenkehrer reinigen Gehsteige und Parkanlagen. Hotels und Restaurants haben eigene Willkommensplakate ausgehängt. Für die große Abschlussmesse in Rizal-Park am 18. Januar 2015 wurden extra ein Altar und ein Papststuhl mit philippinischen Motiven gezimmert.

Auch Tacloban putzt sich heraus. Taifun „Haiyan“ legte die Stadt 850 Kilometer südlich von Manila im November 2013 in Trümmer. Franziskus fliegt am Samstag für ein paar Stunden hin und will dort unter anderem die Angehörigen der mehr als 7.000 Todesopfer ermutigen.

Manila hat extra Feiertage eingerichtet. Die Hauptstadt rechnet mit mehreren Millionen Menschen. Tausende Ordnungskräfte wurden dazu verdonnert, Windeln zu tragen. „Das kann ja eine Stunde dauern, wenn sie vor einer öffentlichen Toilette anstehen müssen“, erklärte Francis Tolentino von der Stadtverwaltung. Und wenn alle „müssen“, könnten sie ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen. Die Ordnungskräfte fügten sich diesem Befehl.

Die Kirche nimmt die Begeisterung positiv auf, mahnt Philippiner aber auch zur spirituellen Einkehr vor dem hohen Besuch. „Straßen reinigen und T-Shirts mit seinem Bild kaufen ist schön und gut“, betonte Erzbischof Luis Antonio Tagle von Manila. „Wir sollten aber Gnade Gottes durch Kirchgang und Beichte suchen.“

Gallano Corbito plant, seine beste Hose und ein T-Shirt mit dem Konterfei von Franziskus für den Besuch zu tragen. Der 74-Jährige ist seit einer Polio-Erkrankung an den Rollstuhl gefesselt. Er hofft sehr, dem Papst ganz nahe zu kommen. „Ich hoffe, er segnet mich und gibt mir Kraft“, meint Corbito. „Und dass er dieses Land segnet und vor Gewalt und Katastrophen beschützt.“






Quelle: „Tiroler Tageszeitung“, www.tt.com

Schlagwörter: Philippinen, Papst, Papst Franziskus, Papstbesuch, Besuch, Souvenirs, Katholische Kirche, Katholiken, Segnung, Messe, Tacloban, Vatikan, Polizisten, Windeln, Manila, Besucher