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Philippinen: Wegen Geiselnahme Ausnahmezustand ausgerufen

Meldung vom 01.04.2009

Die drei entführten Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind immer noch in der Gewalt muslimischer Geiselnehmer. Die vor einigen Tagen angedrohte Frist, nach der einer der drei Entführten enthauptet werden soll, ist abgelaufen. Die Regierung hat Ausgangssperren verhängt und führt militärische Kontrollen durch.

Nach der Verschleppung von drei Rotkreuzmitarbeitern auf den Philippinen hat die Regierung den Ausnahmezustand auf einer Insel im muslimischen Süden des Landes ausgerufen. Offenbar leitet die Regierung einen militärischen Angriff ein. Die Terrorgruppe Abu Sayyaf hatte erneut mit der Enthauptung einer der Geiseln gedroht und von der Regierung gefordert, nahezu alle Soldaten und Polizisten von der Insel Jolo abzuziehen. Die Frist ist nun bereits verstrichen. In der Region wurden daraufhin eine Ausgangssperre angeordnet und militärische Kontrollen durchgeführt.

Panzer und Truppentransporter zogen in Richtung der Stadt Indanan, in deren Umgebung sich das Lager der Organisation Abu Sayyaf befinden soll. „Wir müssen sicherstellen, dass diese Banditen nicht wieder jemand entführen können“, erklärte der Gouverneur.

Die muslimischen Separatisten hatten am 15. Januar einen Schweizer, einen Italiener und eine Filipina auf Jolo entführt. Ein Führer der islamistischen Organisation gab in den Medien bekannt, es sei die Entscheidung getroffen worden, eine der drei Geiseln zu enthaupten, falls die Armee sich nicht zurückziehe.

Innenminister Ronaldo Puno teilte mit, es sei den Streitkräften nicht möglich, innerhalb der von den Rebellen gesetzten Frist 15 Dörfer zu räumen. Sollten die vor zehn Wochen verschleppten IKRK-Mitarbeiter zu Schaden kommen, werde die Regierung entschlossen vorgehen, warnte Puno. Das Militär hatte sich in der vergangenen Woche in der Hoffnung auf die Freilassung einer Geisel bereits aus der unmittelbaren Umgebung der Rebellen entfernt.

Kurz vor Ablauf des Ultimatums wandte sich der Leiter des Philippinischen Roten Kreuzes, Richard Gordon, im landesweiten Fernsehen an Abu Sayyaf und bat darum, die Geiseln am Leben zu lassen. „Die ganze Gemeinschaft des Roten Kreuzes betet für euch“, sagte Gordon mit brüchiger Stimme den Geiseln.

Wenige Stunden vor Ablauf des Ultimatums der Entführer hatte sich auch Papst Benedikt XVI. geäußert und darum gebeten, die Geiseln frei zu lassen. Benedikt drückte die Hoffnung aus, dass Menschlichkeit und Vernunft über Gewalt und Einschüchterung siegen mögen. Auch der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Jakob Kellenberger, wandte sich erneut an die Rebellen mit der Bitte, die Geiseln zu verschonen. Die IKRK-Mitarbeiter hätten es sich nur zur Aufgabe gemacht, den Bedürftigen in der Region zu helfen.

Die Armee liefert sich seit Jahren Gefechte mit den muslimischen Separatisten im Süden der überwiegend katholischen Philippinen. Bei Kämpfen, in denen auch Waffen zum Einsatz kamen, wurden rund 900 Kilometer südlich von Manila nach Angaben der Armee insgesamt 22 Menschen getötet. In der Provinz Bukidnon griffen Aufständische einen Militärstützpunkt an. Dabei kamen elf Rebellen, zwei Zivilisten und vier Soldaten ums Leben. In der Provinz Cotabato starben ein Soldat und vier Rebellen, als Regierungstruppen auf Kämpfer der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF) stießen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Presse“, diepresse.com