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Mexiko: Stockender Grenzverkehr schadet Wirtschaft

Meldung vom 15.04.2019

An vielen Grenzübergängen von Mexiko in die USA steht der Güter- und Personenverkehr teilweise still, was LKW-Fahrer und Unternehmer zur Verzweiflung treibt. Grund dafür ist die Maßnahme der Trump-Regierung, etliche Zollbeamte für eine andere Aufgabe abzuziehen. Stundenlang, manchmal gar Tage, harren die Lastwagenfahrer im Stau aus, um ihre Lieferung gen Norden zu fahren.

An etlichen Grenzübergängen von Mexiko in die USA geht es nur noch extrem langsam vorwärts, seitdem die Trump-Regierung zahlreiche Zollbeamte für einen anderen Job benötigt. Statt den Personen- und Güterverkehr zu kontrollieren, sollen sie sich nun dem Andrang von Migrantenfamilien aus Zentralamerika entgegenstellen. Schon schlagen Handelsverbände Alarm und prognostizieren massive wirtschaftliche Einbußen durch das Chaos an den Grenzen.

In Ciudad Juárez, einer gegenüber vom texanischen El Paso gelegenen Grenzstadt in Mexiko, müssen „Brummifahrer“ gezwungenermaßen die Nacht in ihren Wagen verbringen, um ihren Platz in der LKW-Schlange nicht aufgeben zu müssen. Die Verwaltung hat mobile Toiletten aufgestellt, und eine Motorenölfirma bezahlt Models, die in hautenger Kleidung „Burritos“ (mexikanische Sandwichs) und Wasserflaschen an untätige Fahrer überreichen.

„Meine Familie erkennt mich zu Hause nicht wieder“, berichtet Jaime Monroy, ein Berufskraftfahrer mit Wohnsitz in Ciudad Juárez. Auch er hat in seinem Gefährt übernachten müssen, das Holzmöbel geladen hat. „Ich fahre um drei Uhr morgens los und komme um zehn Uhr abends zurück“, erklärt er.

Sein Kollege Arturo Menendez hat einen wahren Marathon hinter sich. Um vier Uhr morgens habe er sich vergangenen Freitag mit einem Sattelzug voller Kartons in die LKW-Schlange vor die mehrspurige Brücke Amerikas eingereiht, die von Ciudad Juárez nach El Paso führt, berichtet der 44-Jährige. Um 18 Uhr habe man ihm dann befohlen, vor der für Samstag geplanten erstmaligen Schließung aller Spuren die Auffahrt zur Brücke wieder zu räumen. Am Montag habe er dann einen zweiten Versuch unternommen. Er musste endlos hinter Hunderten Lastwagen warten, um drei Sicherheitschecks über sich ergehen zu lassen. „All das fing vor zwei Wochen mit Trump an“, weiß Menendez.

Tatsächlich rufen die Zustände an den betroffenen Grenzübergängen die Drohung in Erinnerung, die der US-Präsident ausgestoßen, aber zuletzt etwas gemildert hat: Er werde bald die Grenze komplett abriegeln, sollte Mexiko nicht sofort den Andrang der Migranten eingrenzen, hatte Donald Trump unlängst erklärt. Auch wenn dieses Szenario bislang nicht eingetreten ist, haben US-Behörden mit der Umschichtung der Zollbeamten vielen LKW-Fahrern und Reisenden große Schwierigkeiten bereitet.

Die aktuellen Schikanen sind wohl die Folge einer neuen Rekordzahl an Menschen, die unbedingt in die USA gelangen wollen. Mehr als 53.000 Migranten wurden im März an der Grenze angehalten, also im Durchschnitt mehr als 1.700 pro Tag.




Quelle: „Wirtschaftswoche“, www.wiwo.de

Schlagwörter: Mexiko, Grenze, USA, Migration, Grenzübergänge, Zoll, Zollverkehr, Güterverkehr, Wirtschaft, Grenzverkehr, Donald Trump, Drohung, El Paso, Juaréz, LKWs, LKW-Fahrer
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