Burundi: Damien ist nicht mehr unsichtbar! (Projektbericht)

Bericht vom 06.02.2026




Die berührende Geschichte von Damien erzählt unser Projektleiter Claude N.:

„Damiens Zuhause in einem kleinen Dorf ist so tief im Herzen Burundis versteckt, dass es eine mehrtägige Reise braucht, um zur nächsten Stadt zu gelangen. Das Leben dort verläuft sehr langsam, aber es ist nie einfach. Die Familien leben von dem, was ihr kleines Grundstück abwirft. Ein konstant leerer Magen gehört dort zum Alltag. Mahlzeiten sind oft sehr spärlich und unregelmäßig. Der Hunger verfolgt die Kinder dort wie ein ständiger Schatten. Die meisten sind unterernährt. Krankheiten wandern von Familie zu Familie. Im Schulunterricht kann sich keiner konzentrieren. Dass man Kinder spielen sieht, ist selten, denn wer hat die Kraft zu spielen, wenn der Magen leer ist und der Körper keine Kraft hat?

Als wir Damien das erste Mal trafen, war er sieben, aber er sah so aus wie zwei. Er war so dünn, klein und zerbrechlich, und eine Stille ging von ihm aus, die ihn ganz zu verschlucken schien. Er hatte kaum Kraft, sich zu bewegen. Seine Lehrer berichteten uns, dass Damien tagsüber in der Schulbank kaum die Kraft hatte, den Kopf aufrecht zu halten. Er lief herum, als wandele er im Nebel, erschöpft und orientierungslos. Hier ging es nicht darum, dass er ein paar Mahlzeiten zu wenig abbekommen hatte, hier ging es um eine konstante, jahrelange Unterernährung.

Sofort wurde Damien in unser Ernährungsprogramm aufgenommen. Er erhielt jeden Morgen einen Getreidebrei voll mit Vitaminen, Eisen, Magnesium und Zink.

Schon wenig später war Damien wie ausgewechselt. War er früher wie unsichtbar, müde, verschlossen, lethargisch, zurückgenommen, begann er Präsenz in der Klasse zu zeigen. Er wurde kräftiger, begann, im Schulhof herumzutollen, zeigte Interesse an allem. Seine Lehrer waren erstaunt: Der stille, durchsichtig erscheinende Junge war weg, stattdessen kam ein Kind zum Vorschein, das wirklich am Leben ist. Für seine Eltern ist der eine Becher Müsli jeden Tag alles… er hat ihr Kind völlig verändert.“ Wir sagen Danke dafür!