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Philippinen: Pflegerinnen im Sonderangebot

Meldung vom 09.04.2013

Der Pflegenotstand in Deutschland und der Jobmangel in den Philippinen scheinen zu einer Lösung für beide Länder zu führen. Deutschland und die Philippinen hatten sich im März 2013 auf ein Rahmenabkommen verständigt. Es bahnte u.a. den Weg für Krankenschwestern aus dem südostasiatischen Land in deutsche Kliniken. Für bis zu 30.000 Stellen in der Pflege stehen offiziellen Angaben zufolge derzeit keine einheimischen Bewerber zur Verfügung, weshalb nun die Filipinas einspringen sollen, um diesem Mangel wenigstens teilweise abzuhelfen.

Die Vereinbarung mit Manila ist dabei nicht aus der Luft gegriffen: Seit vielen Jahren macht sich der südasiatische Inselstaat sozusagen als „Schwesternfabrik“ der Welt einen Namen. Dort werden weit über den unmittelbaren eigenen Bedarf hinaus Fachkräfte geschult – um anschließend zu Arbeitsstellen im Ausland auszuwandern. Was vor einem halben Jahrhundert zunächst in Richtung USA startete, sich später auf Kanada und die britischen Inseln ausweitete, hat inzwischen immer mehr Zielländer anvisiert.

Zwei Gründe lassen sich für diesen gesteigerten Export menschlicher Arbeitskraft feststellen: Zum einen gibt es etliche Nationen, die einen steigenden Personalbedarf im Gesundheitsbereich nicht mehr mit eigenen Arbeitnehmern erfüllen können. Zum anderen ist die Nachfrage aus den USA in jüngster Zeit stark zurückgegangen, weshalb die Behörden und Ausbildungsstätten auf den Philippinen erleichtert sind, wenn sich für die zahlreichen Absolventinnen andernorts neue Chancen eröffnen. Gerade die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2008, die in Nordamerika begann, verminderte die Zahl der Neueinstellungen rapide.

Auf den Philippinen muss sich jetzt ein Großteil der alljährlich 20.000 Absolventinnen der 460 medizinischen Colleges auf der Wartebank gedulden – und die Arbeitslosigkeit dort ist wenig komfortabel. Offiziellen Schätzungen aus dem Vorjahr zufolge harrten 298.000 Personen in der „Reserve“ aus. Seit langem haben die Golfstaaten Nordamerika als hauptsächliche „Empfängerregion“ philippinischer Fachkräfte abgelöst.

Doch zu den neueren Anwerbern von Krankenschwestern aus dem Inselstaat gehören nun auch Deutschland und Japan. In Japan wurden 237 Filipinas laut einer Statistik vom Mai 2012 bereits in das entsprechende Vorbereitungsprogramm zugelassen – deutlich mehr als die 15 jungen Frauen, die 2009 als erste nach dem damals abgeschlossenen Rahmenvertrag zwischen Manila und Tokio dort ankamen. 2010 hat Japan die Prüfungsordnung aktualisiert und bestimmte Formulierungen geglättet, um den ausländischen Bewerberinnen den Weg zu vereinfachen. Sechs Monate währt der bezahlte Sprachkurs, danach stehen drei Jahre praktischer Einsatz an japanischen Kliniken auf dem Programm, um sich einzugewöhnen.




Quelle: „junge Welt“, www.jungewelt.de

Schlagwörter: Philippinen, Krankenschwestern, Pflege, Pflegenotstand, Arbeit, Arbeitslosigkeit, Altenpflege, Krankenhäuser, Kliniken, Wirtschaftskrise, Arbeitsmarkt, Auslandsarbeiter, Absolventen, Reserve, Golfstaaten, Deutschland, Japan