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Philippinen: Meistgesuchter Terrorist der Abu Sayyaf festgenommen

Meldung vom 12.06.2014

Der philippinischen Regierung ist ein großer Schlag gegen die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf gelungen. Die Polizei konnten einen der meistgesuchten Terroristen Südostasiens ergreifen. Auf die Verhaftung Khair Mundos stand eine hohe Belohnung.

Am Mittwoch (11.06.2014) gelang es den Sicherheitsbehörden, den von den philippinischen und amerikanischen Behörden gesuchten Extremisten Khair Mundos abzuführen. Mundos ist bekannt als Geldbeschaffer für die Abu Sayyaf und Verbindungsmann zwischen der philippinischen Gruppe und dem internationalen Terrornetzwerk Al Kaida.

Man war davon ausgegangen, dass Mundos seit seiner Flucht aus dem Gefängnis im Jahr 2007 in den Rebellengebieten der südphilippinischen Provinz Mindanao untergetaucht war. Er wurde allerdings am Mittwochmorgen in einem Slum außerhalb der Hauptstadtmetropole Manila verhaftet, nicht weit vom dortigen internationalen Flughafen. Nach Medienangaben musste Mundos wegen der wachsenden Intervention durch das Militär aus dem Süden weichen und habe bei seiner Verwandtschaft in Manila Unterschlupf gesucht. In jüngerer Zeit hatte es wieder Kämpfe zwischen dem Militär und den Abu Sayyaf sowie anderen Rebellengruppen gegeben. Die Rebellen wollen im Süden der Philippinen einen unabhängigen islamistischen Staat etablieren.

Die Regierung hat sich mit einer der größten in Mindanao aktiven Gruppen auf die Gründung einer neuen Autonomen Region mit dem Namen Bangsamoro geeinigt. Nach Jahrzehnten des Konflikts wurde das Friedensabkommen als „Durchbruch“ gefeiert. Dem Abkommen wollen sich einige der Rebellengruppen aber nicht anschließen. Mundos galt als einer der „geistigen Führer“ der Organisation mit Verbindungen zur südostasiatischen Terrororganisation Jemaah Islamiyah. Er war im Jahr 2004 wegen Geldwäsche inhaftiert worden. Er hatte gestanden, Geld der Al Kaida an den damaligen Anführer der Abu Sayyaf, Khadaffy Janjalani, transferiert zu haben. Das Geld war nach Angaben des amerikanischen Auswärtigen Amtes in Bombenanschläge und andere Verbrechen in Mindanao geflossen.

Nach Mundos Flucht aus dem Gefängnis hatten die USA auf seine Festnahme eine Belohnung in Höhe von 500.000 Dollar (rund 370.000 Euro) ausgesetzt. Das amerikanische Auswärtige Amt schätzt Mundos als eine der „Schlüsselfiguren“ der islamistischen Terrorgruppe ein. Die Abu Sayyaf wird in Amerika seit dem Jahr 1997 als ausländische Terrororganisation eingestuft. Sie formierte sich Anfang der 1990er Jahre. Zahlreiche Anschläge gehen auf ihr Konto. Sie hat wiederholt Menschen verschleppt, um Lösegeld dafür einzustreichen. Ein Fall ging im Jahr 2000 durch die Medien, als 21 Ausländer entführt wurden, darunter die Göttinger Familie Wallert. Gegenwärtig vermutet man auch ein deutsches Seglerpaar in der Gewalt der Abu Sayyaf.

In jüngerer Zeit ist die Anzahl der Entführungen in dem Grenzgebiet der südlichen Philippinen und im Osten Malaysias gewachsen. Die lokale Presse berichtet, dass sich einige der zersplitterten Rebellengruppen dadurch ihr Einkommen sichern. Die beiden Deutschen sollen offenbar zusammen mit zwei Vogelkundlern gefangen gehalten werden, einem Schweizer und einem Holländer. Die Vogelkundler waren vor etwa zwei Jahren in die Hand der Rebellen geraten. Zuletzt hatten die Rebellen Ende April 2014 eine chinesische Urlauberin zusammen mit einer philippinischen Angestellten aus einem Hotel in Ostmalaysia gekidnappt. Die beiden wurden Ende Mai auf freien Fuß gesetzt. Während die Regierungen in Kuala Lumpur und Manila der Annahme widersprechen, dass Lösegeld gezahlt wurde, wusste die Hotelangestellte von einer hohen Summe, die von der Familie der Chinesin an die Abu Sayyaf entrichtet worden sei.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, faz.net

Schlagwörter: Philippinen, Abu Sayyaf, Rebellen, Terrorist, Festnahme, Ergreifung, Polizei, Khair Mundos, Manila, Slum, Mindanao, Entführung, Verschleppung, Verbindungsmann, Al Kaida, Bangsamoro, Bombenanschläge, Lösegeld, Einnahmequelle, Touristen