Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Global: Weltfrauentag 8. März – Frauen haben das Nachsehen in der Corona-Krise

Meldung vom 08.03.2021

Überall auf der Welt sind es derzeit zumeist die Frauen, die zu Hause die Folgen der Corona-Krise ausbügeln müssen. Das wirft die Frauenbewegung um Jahrzehnte zurück. Homeoffice, Homeschooling, Homecare – die meiste Arbeit, die durch die Pandemie-Maßnahmen entsteht, bleibt an den Frauen hängen. Das ist keine gute Botschaft zum internationalen Frauentag am 8. März.

Der Lockdown hat viele Mütter in Deutschland zwischen Homeoffice, Homeschooling und Hausarbeit an ihre Grenzen gebracht. „Ich kann nicht Vollzeit arbeiten, Vollzeit-Lehrerin und Betreuerin sein und dann noch den Haushalt machen,“ erklärt eine Lehrerin zum Weltfrauentag.

Im ersten Lockdown ging der Mann noch ins Büro, da habe sich quasi schon eingeschlichen, dass die Frau die Kinderarbeit übernimmt. Der Distanzunterricht für die Kinder erforderte quasi eine mehrstündige Nach-Betreuung zu Hause. Wurde sonst nur am Wochenende gekocht, wurde plötzlich erwartet, dass sieben Tage in der Woche ein warmes Mittagessen auf dem Tisch steht. Die Aufgabenverteilung neu zu verhandeln ist oft problematisch.

Zwar packen nach einer Bertelsmann-Umfrage mehr Männer in Deutschland bei der Hausarbeit und Kinderbetreuung mit an, das gilt allerdings nur für fünf bis sieben Prozent. In 60 Prozent der Beziehungen haben die Frauen überwiegend oder sogar vollständig die Hausarbeit, Betreuung und das Homeschooling übernommen.

„Die Frauen sind auf jeden Fall die Verliererinnen in der Pandemie,“ sagt Nicola Siller vom Verein Frauen & Beruf in Münster. Sie beklagt: „In Krisen sind Frauen wieder ganz schnell dabei, die Dinge zu tun, die nötig sind. Das heißt, das zu tun, was anliegt und sich selbst zurückzustellen. In Krisen verschärfen sich die patriarchalen Strukturen noch“, sagt sie.

Auch die Gleichstellungsbeauftragte aus Rheine, Monika Hoelzel, meldet, dass die meisten Frauen, die sie betreut, in traditionelle Rollenverhältnisse zurückfallen. Sind Kinder da, wird stillschweigend von der Frau erwartet, dass sie in Teilzeit geht und die neu anfallenden Aufgaben zu Hause übernimmt. In der Krise spitze sich die Situation zu: „In Sachen Gleichberechtigung wirft uns das 20 Jahre zurück,“ sagt Monika Hoelzel.

Viele Frauen beobachten alarmiert, wie die Krise bereits erreichte Ziele der Gleichberechtigung aushebelt. Berufstätige Mütter kritisieren, dass die Politik die Rolle der Frauen in der Pandemie ignoriert habe. Die Politik habe es für selbstverständlich genommen, dass die Mütter einfach für alles zu Hause einspringen.




Quelle: „WDR“, www.1wdr.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Frauen, Mütter, Gender, Gleichberechtigung, Weltfrauentag, Pandemie, Corona, Covid-19, Homeschooling, Distanzunterricht, Homeoffice, Lockdown, Frauenbewegung, Gleichstellung
Galway -> Rossaceal/Carna | Irland